Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Diversität im Theater

„Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Diversität im Theater“ – So lautet der Titel der Podiumsdiskussion, welche vor zwei Wochen im Kunsthafen (ehm. Rhenania Kunsthaus) in Köln stattfand. 

Hier nach schwirrten viele deprimierende als auch hoffnungsgebende Gedanken in meinem Kopf herum. Konsens war, dass das Theater (& der Tanz!) Vorbilder braucht, welche Narrative schaffen, von denen sich die Zuschauenden repräsentiert fühlen:

Über 40% der Kölner Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund und weit mehr als 10% der deutschen Bevölkerung hat eine Behinderung. Also wo bleiben diese Menschen auf den Bühnen der Stadt- und Staatstheater? Die freie Szene ist Vorreiter für Diversität, sie behandelt spannende Themen und bringt diverse Akteur:innen ins Rampenlicht, welch neue Narrative schaffen. Wir sollten dringend Abstand nehmen von der Haltung „Hochkultur vs freie Szene“. Das darf nicht sein, wir alle finanzieren die sogenannte Hochkultur & auch das Publikum dieser Hochkultur lebt sonst ausschließlich in einer Illusion. Denn die Menschen & die Themen sind nicht nur die, welche auf vielen öffentlichen Bühnen gezeigt werden. Diversitöt auf der Bühne (& im Publikum) braucht eine Gewöhnung, eine achtsame Arbeitsweise & vor allem die richtige Ansprache: Programmtexte in Leichter Sprache oder in unterschiedlichen Sprachen sind hierbei ein wichtiges Instrument. Auch Relax Performances, eine Haptic Access Tour oder Stilmittel wie „Aesthetic of Access“ sind in der freien Szene keine Fremdworte mehr. Es lohnt sich also, über den Tellerrand zu schauen, Verbündete zu suchen & Grenzen auszutesten ❤ 

#peaceout#diversity#freiesezene#freiedarstellendekünste

Podiumsdiskussion realisiert von: Verein für Darstellende Künste Köln e.V. (Rat der Vielfalt) 
Podiumsgäste: Sümeyye Algan, Beka Bediana, Elisabeth Clarke-Hasters, Patrizia Kubanek, Sibel Polat
Moderation: Marie-Zoe Buchholz 
Ort: @kunsthafen

UNIque@dance: move tank am 02. + 03.12.2022 zum Thema Ballett

Am 02. und 03. Dezember wurde ein weiterer Meilenstein im mixed abled Tanz gelegt. Ich bin stolz, Teil des erste MOVE TANKS zum Thema BALLETT sein zu dürfen. Diese Forschungsreihe findet im Rahmen des Projektes UNIque@dance der @dina13_tanzcompany statt. Erforscht wurde mit Ballerinas bzw. Ballett-Dozierenden & Tänzer:innen mit diversen Körperlichkeiten, wie Ballett für Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich gemacht werden kann. Was braucht es dafür und wie kann das bisher sehr strenge Regelwerk abgewandelt & auf verschiedene Körperlichkeiten angepasst 

[Bildbeschreibung: Bild 1: Die Tanzgruppe im Studio mit Ballett-Pose, Bild 2: Eine Gruppe mit Menschen verschiedener Körperlichkeiten tanzt eine Ballett-Choreografie, Bild 3: Ein Mann im Rollstuhl und eine Frau tanzen Ballett, Bild 4: Eine Hand hält sich an einer Ballettstange fest, die anderen Tänzer:innen sieht man unscharf im Hintergrund]

Gastspiel-Besuch in Prag, Produktion der Jam Factory aus Lviv, Ukraine

Guest performance „The Beilis Case“ produced by @jamfactory.artcenter from Lviv, Ukraine – performed in Prague @divadlopodpalmovkou

Some time ago I would have never dreamed that this will be such a special experience for me and all the other spectators & participants. 

„The Beilis Case“ is a story that tells about the Jew Mendel Beilis accused for murder of a Christian boy, which took place in 1911 in Kyiv in the days of the Russian Empire. The story is accompanied by personal accounts of current events in Ukraine. Suddenly, the story of 1911 is as contemporary as it was over 100 years ago.

It’s crazy how the world changes and that this will become or has become a relic of current history & politics. 

I am infinitely grateful for the chance to see this piece and to be part of this creative europe project, which is supposed to be about cross-border art and networking and unity. 

Huge kudos to the Jam Factory Art Center for the performance, to Pod Palmovkou Theatre for the stage & organisation and to everyone involved.

Thankful to be project manager in the „Creative Europe“ project @eu.project.face.to.faith

#brave#blessed#stunning#projectmanager#culturalmanagement#euproject#facetofaith#creativeeuropeathome

Für eine inklusive Kulturpolitik

Seit 4 Jahren darf ich nun schon die Veranstaltungsreihe „inklusive Kulturpolitik“ des Verein „Inklusion und Kultur e.V.“ begleiten. In meinem Archiv habe ich nun diese Goldstücke des Events „Relevant und vielstimmig: Möglichkeiten von Beteiligung und Inklusion im Museum“ gefunden.

Im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum diskutierten wir die Frage, wie Museen sich für unterrepräsentierte Besucher:innengruppen öffnen können und wie Ausstellungen zugänglicher (z.B. für blinde Menschen oder Menschen mit Sehbehinderung) gestaltet werden können.

Denn normalerweise ist ein (Kunst-)Museumsbesuch – wenn man nicht oder schlecht sehen kann – nicht so richtig spannend und bereichernd. Oft darf man gar nicht erst nah an die Kunstwerke heran treten und sie vor allem nicht berühren oder sie mit anderen Sinnen wahrnehmen.

Im RJM hatten wir das Privileg, die Kunstwerke ausnahmsweise anzufassen und zu versuchen, uns auf eine haptische Weise der Kunst zu nähern.

In der Kunst & Kultur gibt es viele tolle Möglichkeiten, mehrere Sinne (als zum Beispiel nur den Sehsinn bzw. das visuelle System) anzusprechen. Stichworte sind hier „TOUCH TOUR“: bei der meistens Theaterkulissen & Kostüme vor der Vorführung angefasst werden können, um sich so schon vor der Performance ein besseres Bild machen zu können oder ganz simpel „AUDIODESKRIPTION“: mit welcher im Museum oder im Theater mit Kopfhörern gearbeitet wird und möglichst bildhaft beschrieben wird, was man sieht oder was gerade passiert.

#mehrinklusion #touchtour #audiodeskription #zugänglichkeit #privilegien #kunstmuseum #inklusion #inklusivekultur #kulturpolitik #rjm #köln #museumslandschaft

Fotografie: Museumsdienst Köln

Jahresrückblick: 2021/22

(c) Nathan Dreessen

Hello 2022, Ciao 2021 ✨
Nun ist 2022 schon 2 Wochen alt und ich schaue voller Vorfreude und Begeisterung auf all die inspirierenden Projekte und Abenteuer, die in diesem Jahr anstehen. Gleichzeitig bin ich unendlich dankbar für alle Veranstaltungen & Projekte, die ich im vergangenen Jahr realisieren durfte. Anfang 2021, als Live-Aufführungen im Theater undenkbar waren, begleitete ich kurzerhand Hörspielproduktionen, bei denen Theater- und Kinderopernstücke umgeschrieben und vertont wurde.

Im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals durfte ich neben dem Festivalmanagement viele On- und Offline-Produktionen betreuen und bin stolz, so viele neue & kreative Wege gefunden zu haben, um Kultur in Pandemiezeiten zu realisieren. Ich durfte als Projektleitung die Sommerblut Jubiläums-Gala in der Kölner Philharmonie sowie den 3. Inklusionskulturtag im Schauspiel Köln möglich machen. Auch die Betreuung der Gastspiele „27 Lightscpapes“ der Deutschen Tanzkompanie, „Die Butterblumen des Guten“ des Theater Thikwa, „TANK“ von Doris Uhlich oder „KNOCK OUT“, eine Theaterproduktion mit jugendliche Inhaftierten, war mir eine Ehre!

Danke für den Trip nach Lviv, Ukraine, im Rahmen unseres EU-Projektes face to faith, die vielen Kontakte und die Zusammenarbeit mit internationalen Künstler:innen. Auch die Betreuung des internationalen Besucherprogrammes @ivp_nrw des NRW KULTURsekretariats und der Besuch des NEXT LEVEL Festivals war mehr als inspirierend!

Ich liebe alle Events, die ich parallel mit dem Verein „Inklusion und Kultur“ veranstalten durfte. Im Schauspiel Köln, in der Kölner Oper, in der Hochschule für Musik und Tanz und im Museum Ludwig setzten wir ein Zeichen für eine inklusive Kulturpolitik und für die Öffnung von Kulturinstitutionen für mehr Inklusion & Diversität.

Danke an den BühnenKunstSalon, das Schauspielhaus Bochum sowie das Theater Oberhausen für das Vertrauen und die Einladung unserer Workshop-Reihe „EXPEDITION INKLUSION“, mit der wir Schauspieler:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne gebracht haben – weil wir so viel mehr „mixedabled“ Ensembles brauchen, im Schauspiel & im Tanz!

Danke für das Vertrauen, dass ich im vergangenen Jahr Hochzeitsfotos erstellen, für eine kleine Boutique in Köln modeln, Social Media Account pflegen und Veranstaltungsorte und -termine für unsere Theateraufführungen akquirieren durfte. Es war ein Fest!

Auf viele weitere Feste und das ermöglichen von Kunst & Kultur zu jeder Zeit. 🤍

projektleitung #kulturmanagerin #festivalmanagerin #kulturfestival #kunstundkultur #mixedabled #diversität #inklusivekünste #festivalmanagement #kulturmanagement #projektmanagement #inklusion #inklusionundkultur #sommerblut #bühnenkunstsalon #diversität