„Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Diversität im Theater“ – So lautet der Titel der Podiumsdiskussion, welche vor zwei Wochen im Kunsthafen (ehm. Rhenania Kunsthaus) in Köln stattfand.
Hier nach schwirrten viele deprimierende als auch hoffnungsgebende Gedanken in meinem Kopf herum. Konsens war, dass das Theater (& der Tanz!) Vorbilder braucht, welche Narrative schaffen, von denen sich die Zuschauenden repräsentiert fühlen:
Über 40% der Kölner Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund und weit mehr als 10% der deutschen Bevölkerung hat eine Behinderung. Also wo bleiben diese Menschen auf den Bühnen der Stadt- und Staatstheater? Die freie Szene ist Vorreiter für Diversität, sie behandelt spannende Themen und bringt diverse Akteur:innen ins Rampenlicht, welch neue Narrative schaffen. Wir sollten dringend Abstand nehmen von der Haltung „Hochkultur vs freie Szene“. Das darf nicht sein, wir alle finanzieren die sogenannte Hochkultur & auch das Publikum dieser Hochkultur lebt sonst ausschließlich in einer Illusion. Denn die Menschen & die Themen sind nicht nur die, welche auf vielen öffentlichen Bühnen gezeigt werden. Diversitöt auf der Bühne (& im Publikum) braucht eine Gewöhnung, eine achtsame Arbeitsweise & vor allem die richtige Ansprache: Programmtexte in Leichter Sprache oder in unterschiedlichen Sprachen sind hierbei ein wichtiges Instrument. Auch Relax Performances, eine Haptic Access Tour oder Stilmittel wie „Aesthetic of Access“ sind in der freien Szene keine Fremdworte mehr. Es lohnt sich also, über den Tellerrand zu schauen, Verbündete zu suchen & Grenzen auszutesten ❤
#peaceout#diversity#freiesezene#freiedarstellendekünste
Podiumsdiskussion realisiert von: Verein für Darstellende Künste Köln e.V. (Rat der Vielfalt)
Podiumsgäste: Sümeyye Algan, Beka Bediana, Elisabeth Clarke-Hasters, Patrizia Kubanek, Sibel Polat
Moderation: Marie-Zoe Buchholz
Ort: @kunsthafen














